Jugendleitertag

Leiten - mit Jesus. Als Leiter Jünger(e)n vorangehen, Jugendleitertag vom 4. Februar 2017

Jüngerschaft in Teenie- und Jugendgruppen leben – und damit Leben prägen: darum ging es am Jugendleitertag 2017 am 4. Februar in Hasle-Rüegsau.

Leiten mit Jesus heisst, nicht selber Ehre bekommen, sondern Gott die Ehre geben: Das betonte Hannah Stengel vom Vorbereitungsteam in ihrem Einstieg. Wir dürfen als Leiter nicht der Versuchung erliegen, selber gut dastehen zu wollen, sondern sollen andern dienen.

Wie Jüngerschaft konkret aussehen kann, führte Sam Schuh aus, der mit seiner Frau Sarina die Jüngerschaftsschule Factory in Burgdorf leitet. Einer der wichtigsten Aspekte – in unserer schnelllebigen Zeit kein einfacher: Zeit verbringen mit den Leuten, die wir über eine bestimmte Zeit speziell begleiten wollen. Damit die Begleitung in die Tiefe geht, darf dies kein möglichst effizienter Weg sein, Zeit zu verbringen – es ist wichtig, Zeit mit Einzelnen zu verbringen anstatt mit Vielen. So ist es möglich, Lehre weiterzugeben, vor allem durch selbst gemachte Erfahrungen und gemeinsames Bibellesen.

Herausfordern

Wir dürfen in den uns anvertrauten Jungen das Potential sehen, das Gott in sie gelegt hat, und eine Vision für sie von Gott erbitten, wie er sie sieht. So können wir immer wieder zu Schritten herausfordern, die ein Stück Weg hin zu dieser Vision sind. Auf diese Art hat Jesus auch die zwölf Jünger herausgefordert und sie in die Dörfer hinausgeschickt, um Menschen zur Umkehr aufzurufen. Bei unseren Leuten kann die Herausforderung das (gemeinsame) Vorbereiten und Halten einer Andacht sein oder das Leiten eines Spiels – herausfordern, Schritte im Glauben zu machen.

Freizeit und Fun

Neben Lehre und Herausforderung ist aber auch gemeinsam verbrachte Frei-Zeit wertvoll – damit unser Vater im Himmel durch uns andere Menschen prägen kann. Denn „wir werden so, wie die Leute, mit denen wir Zeit verbringen“. Wenn wir regelmässig Zeit mit unserem Vater im Himmel verbringen, ebenfalls Zeiten der Lehre, der Herausforderung und leistungsfreie Zeit, dann werden wir ihm ähnlicher – und somit werden auch die Leute, die mit uns Zeit verbringen, ihm ähnlicher.

Praktische Umsetzung

In der abschliessenden Frage-Antwort-Runde wurden ganz praktische Themen angesprochen. Dass es wichtig ist, seine eigenen Grenzen zu kennen und in gewissen Lebenssituationen Hilfesuchende an Fachpersonen weiterzuweisen. Etwa wenn es um sexuellen Missbrauch, psychische Probleme (Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten, Depressionen) und Erfahrungen geht, die in Seelsorge-Betreuung gehören. Hilfreich ist ein klarer Rahmen für ein Mentoring, der in einer gemeinsamen Abmachung festgelegt wird. Dies geschieht am besten in geschlechtergetrennten Konstellationen.

In Gruppengesprächen wurden Möglichkeiten diskutiert, wie Jüngerschaft in den Teenie- und Jugendgruppen vor Ort praktisch umgesetzt werden kann. Mindestens ein junger Leiter macht dies bereits konsequent und lädt jede Woche einen JGler zum Essen ein. E Guete!

 

Rund 45 Leiterinnen und Leiter von Jugendgruppen, Teenie-Clubs und Jungscharen aus 11 verschiedenen Bezirken trafen sich am 4. Februar zum EGW-Jugendleitertag 2017 in Hasle-Rüegsau. Daniel Ritter dankte ihnen im Namen der EGW-Leitung für den enorm wertvollen Dienst. Eine junge Band aus Uetendorf unter der Leitung von Nevita Zettwoch leitete im Lobpreis an. Als Referent war Sam Schuh von der Factory in Burgdorf eingeladen.

 

Einige Impressionen vom Jugendleitertag 2017