Hoffnungsvolle Perspektive vermitteln

Donnerstag, 29. Januar 2026

Am 14. März findet das Forum Hören auf Gott zum Thema «Unterscheiden im prophetischen Dienen» statt. Matthias Zwygart und Daniel Freiburghaus werden die Referenten sein.

Das Prüfen prophetischer Impulse ist ein Dauerthema. «Wie kann ich, wenn ich auf Gott höre, erkennen, was von ihm ist und was nicht?» Das Ziel des Forums 2026 ist, Leute im Unterscheiden beim prophetischen Dienen zu befähigen; so, dass sie hoffnungsvoll und seelsorgerlich in Situationen hineinsprechen und Perspektiven zum Leben weiterschenken.

Lebensspendende Botschaften weitergeben

Das Forum Hören auf Gott wurde als Ermutigung ins Leben gerufen, um Gottes Reden zu suchen. Ein Miteinander-Lernen steht im Zentrum; dies bezeichnet Matthias Zwygart als Stärke. «Eine gesunde Lernkultur ist ein Markenzeichen des Forums Hören auf Gott.» Es gehe darum, ein Leben zu führen, welches durch ein Handeln geprägt ist, das aus dem Hören auf Gott kommt.

Daniel Freiburghaus rechnet damit, dass der Heilige Geist konkrete Impulse gibt. Aber wir hören immer durch unsere Prägung und Biografie. Darum ist das Entwickeln von Unterscheidungsfähigkeit wichtig. Das beinhaltet die Fähigkeit, Gottes Stimme von eigenen Gedanken, unseren Prägungen oder der Stimme des Widersachers zu unterscheiden. Weiter geht es auch um die Kompetenz, zu erkennen, wann und in welchem Rahmen welche Botschaft weitergegeben werden sollte.

Unterscheiden ist eine von Gott verliehene Gabe, gleichzeitig aber auch etwas, womit alle beauftragt sind und darin wachsen können – dies ist Thema des kommenden Forums.

Ein Tag zum Thema «Prüfen»

«Es geht um eine Missbrauchsprofilaxe», spricht Daniel einen der inhaltlichen Aspekte des 14. März an. «Nicht alles, was wir als Eindrücke erhalten, ist von Gott.» Deshalb gelte es für den Empfangenden, eine Botschaft zu prüfen und dabei zu wissen, dass nicht alles von Gott ist. Genauso ist es auch für die Hörenden eine Ermutigung, das Gehörte prüfen zu dürfen, nicht alles als unumstössliche Wahrheit annehmen zu müssen und trotzdem davon profitieren zu können.

Zum Prüfen gehört auch das Beurteilen, ob und in welchem Rahmen ein Eindruck geteilt werden sollte. Matthias spricht in diesem Zusammenhang von einem Respekt vor Gottes Reden. Es soll nicht um eine Flut von möglicherweise inspirierten Gedanken gehen. Er spricht von einem «Bildersturm» und meint damit eine Flut von Impulsen und Bildern, wobei das einzelne Wort an Gewicht verliert. Da ist es oft besser, zu warten, bis wir etwas zum Weitergeben haben.

Dass mit Worten wie «Gott sagt» Druck ausgeübt wird, hat in den vergangenen Jahren abgenommen. Trotzdem möchte Matthias noch einmal klären, was ein prophetischer Dienst ist. Diese Grundlage ist eine Voraussetzung zum Prüfen. Hilfreich sind dann Fragen wie«Führt die Botschaft dazu, dass ich Jesus ehre?» oder «Ist sie lebensspendend?».

Verschiedene Quellen unserer Gedanken

Wenn wir uns nach Gottes Reden ausstrecken, dürfen wir damit rechnen, dass er seine Gedanken in uns legt. Gleichzeitig ist klar, dass dabei auch unsere eigenen Prägungen und Vorstellungen wirksam sind.Als eine Hilfe zum Prüfen wird Daniel den Zeitgeist und den Heiligen Geist einander gegenüberstellen. «Die Bibel spricht vom Geist der Welt und meint damit alles Denken der Welt, das von Gott abgekoppelt ist.» Dahinter steht der Widersacher, welcher das Denken der Welt missbrauchen will. Er nutzt das gesellschaftliche Denken – so gute Werte dieses auch mit sich bringen mag – um dieses von Gott unabhängig zu machen. Da ist Prüfen und Unterscheiden von elementarer Wichtigkeit. Daniel stellt immer wieder fest, wie er – und auch andere – Aussagen anderer unreflektiert glauben. Doch nicht alles, was landläufig gesagt wird, entspricht Gottes Herz.

Dazu ergänzt Matthias, dass auch die persönlichen Prägungen und Erfahrungen unser Denken prägen, was auch Einfluss auf die Art hat, wie wir Gottes Reden empfinden, deuten und weitergeben. Vertieft wird er in seinem Workshop auf diese Thematik eingehen.

Referent

Daniel Freiburghaus
Ressortleiter Gemeinden und
Weiterbildung im EGW

Referent

Matthias Zwygart
Pfarrer EGW Uetendorf und
Erwachsenenbildner HF

Artikel in der Februar-Ausgabe vom wort-wärch erschienen. | Markus Richner-Mai, Redaktion | Bilder: zVg