Glaube trifft Weltwirtschaft

Mittwoch, 1. April 2026

Christliche Mission am WEF Davos 2026.

Während in Davos die Mächtigen der Welt über Wirtschaft und Politik debattieren, öffnet sich mitten im Trubel ein besonderer Ort: das «House of Salt and Light». Vom 19. bis 23. Januar war ein Team von Jugend mit einer Mission (JMEM) Schweiz vor Ort – mit einer Mission, die über Geld und Politik hinausgeht.

Die Organisationen des WEF waren uns gegenüber unglaublich offen. In den Räumlichkeiten der Heilsarmee entstand ein Kaffeehaus, das für alle WEF-Besucher offenstand. Namhafte Referenten aus dem «House of America» oder der ehemalige Premierminister der Slowakei diskutierten auf unseren Panels über Themen, die tiefer gehen als Börsenkurse.

Ein Highlight war ein Panel über Vergebung. Eine Überlebende des Völkermords in Ruanda teilte ihre Geschichte. Eine Frau fragte mich am Abend, nachdem ich ihr von unserem Panel erzählt hatte, wie man Menschen vergeben kann, wenn sie die eigene Familie ermordet haben. Ich durfte ihr erklären, dass dies nur möglich ist, wenn wir selbst Vergebung durch das Kreuz erfahren haben. Diese Perspektive war völlig neu für sie. Sie war interessiert, mehr zu erfahren.

Auch auf den Strassen war das Team präsent. Stephan Maag lief mit einem Kreuz durch Davos – selbst die Zeitung Blick reagierte positiv. Lobpreisabende und ein Film über verfolgte Christen in Nigeria zogen weitere Besucher an.

Ich erklärte einem Manager, warum Kapitalismus nur auf christlichen Werten und dem Kreuz wirklich funktioniert – ein völlig neuer Gedanke für ihn. Wir konnten zweimal bei einem Treffen von wichtigen Leitern Lobpreislieder spielen und sogar die Zeit selbst gestalten. Drei Personen entschieden sich schon am ersten Tag für den christlichen Glauben.

Ich wurde ins «Penthouse» des Hotels Europe eingeladen, um über Glauben zu sprechen – zum Beispiel war der Wikipedia-Gründer dabei. Natürlich viele hochrangige Leiter aus Politik und Wirtschaft.

Während in der Schweiz oft eine politische Korrektheit herrscht, für die man sich als Christ fast schämen muss, habe ich in Davos einen Aufbruch erlebt. Diese Erfahrung motivierte mich, auch in der Schweiz mutiger für christliche Werte aufzustehen.

Für nächstes Jahr wurde das Team von der Organisation des WEF bereits angefragt, wieder dabei zu sein. Es war grossartig zu sehen, wie Gott unser Team gebraucht hat, um Menschen im stressigen Alltag zum Nachdenken über den Sinn des Lebens zu bewegen. Ein Ort der Ruhe inmitten des Weltwirtschaftsforums – genau dort, wo er am meisten gebraucht wird.

Mehr Informationen unter: www.salt-and-light.ch 
 

Bericht ist in der April-Ausgabe vom wort-wärch erschienen. | Text: Markus Reichenbach, Organisator von Salt & Light, EGW Münchenbuchsee | Bilder: zVg