Kreuzwegzentrum Unterlangenegg eingeweiht

Am 20./21. Juni hat das EGW Unterlangenegg sein Kreuzwegzentrum eröffnet. Das Fest krönte einen mehrjährigen Effort, der durch Gebet und Glauben möglich und mit Eifer, Sorgfalt und Teamgeist durchgezogen wurde.

Der Saal des Vereinshauses ist um ein geräumiges Foyer erweitert worden. Die über 250 Besucher füllen ihn bis auf den letzten Platz. Nach dem Stoss aus dem Schofarhorn, der den Gottesdienst eröffnet, und dem Willkomm von Ruedi Freiburghaus, Pfarrer EGW, singt die Festgemeinde „Grosser Gott, wir loben dich“. Jugendliche gestalten den Lobpreis mit ruhigen Liedern des Danks und des Vertrauens.

Kraftraum

Ruedi Freiburghaus verweist in der Predigt auf den „Kraftraum“, der während des Umbaus immer in Betrieb blieb, den Gebetsraum im Untergeschoss. Von da hat er den Psalm 93 mitgebracht, der Gott als den starken König über allen Wogen, aller Unruhe preist. „Das Kreuzwegzentrum soll ein Ort sein, an dem das Wort Gottes verkündigt wird, ein Ort des Lebens, der Heilung und Wiederherstellung.“ Dies geschieht, wenn Christus als König wirken kann.

Nach der Bibel hat „Heiligkeit immer mit Beziehungen, mit Umgang mit Gott zu tun“, betont Ruedi. Vor dem ersten Gottesdienst im Neubau im Mai betete die Gemeinde 24 Stunden: „Wir klopften an und Gott kam zu uns.“ Das Zentrum solle „zur Zierde seiner Heiligkeit“ dienen.

Wunder

Der Bezirksratspräsident Beat Arm erwähnt die Vereinshäuser der Gemeinde (erster Bau 1904) und schildert, wie im letzten Jahrzehnt erwogen und geplant, gebetet und gespendet wurde. „Wir haben viele Wunder erlebt.“ Das EGW konnte Land, für öffentliche Nutzung umgezont, kaufen und so aus der Enge ausbrechen (zuvor lag der Dachkennel im Nachbargrundstück!). In einem mehrjährigen Prozess des Gebets kristallisierte sich heraus,  das Vereinshaus in Heimenschwand zu verkaufen und am Kreuzweg ein Zentrum mit vielen Gruppenräumen und zwei Wohnungen zu bauen.

Eifer

Claudia Willen resümiert die Arbeit der Baukommission, der sie vorstand. Über 5000 Stunden Eigenleistung machten es möglich, im Rahmen des von den EGW-Delegierten genehmigten Budgets (2.6 Mio. Fr.) viele weitere Optimierungen zu realisieren: eine Industrieküche, gute Tontechnik Akustikwände und -decken, neue Bodenplatten für den ganzen Saal … Dank einer halben Millionen Franken Spenden steht die Restschuld bei 1.6 Mio. Franken; sie soll zügig abbezahlt werden.

Der Architekt Urs Ewald attestiert Willen, das Projekt mit einer einstimmig agierenden Kommission zielstrebig geleitet zu haben. Das Haus werde „in der Umgebung wahrgenommen, ohne aufzufallen“. Erwin Bänteli, Co-Präsident des EGW, gratuliert den Unterlangeneggern und hebt ihren Wagemut und Eifer hervor. Aus dem Reigen der Grussworte aus benachbarten Gemeinden sticht das Gesprächsangebot des Kirchgemeindepräsidenten von Schwarzenegg heraus: Auf dem einen Fundament Christus wolle man bei allen Unterschieden gemeinsam „etwas Gutes, Heiliges bauen“.

Gemeinwohl

Der Gemeindepräsident Rudolf Reusser dankt dem EGW, dass es seit über zehn Jahren die Bundesfeier am 1. August organisiert und durchführt, „so dass wir uns um nichts kümmern müssen“. Er rühmt die neue Homepage. Das EGW sei ein sehr musikalischer Verein. Mit dem Zentrum zeige die Gemeinde, was man „ohne Steuergelder, dafür mit viel Herzblut erreichen kann“. Es brauche Leute, die sich für die Allgemeinheit einsetzen. Das EGW sei ein Paradebeispiel. Für die Lacher sorgt das Duo FAAD. Im Karibum-Endlos-Song kommen die Sandwiches nochmals auf den Tisch, die die Bauleute und Freiwilligen verzehrten. Das gibt Appetit aufs Grillgut und das gemeinsame Mittagessen im Festzelt. Vorher besichtigen viele Besucher die hellen Räume des Zentrums, das auch für Kinder und Jugendliche viel bietet.

wort+wärch/Peter Schmid