WOWGOD-DAYS in Huttwil

An den WOWGOD-DAYS Emmental-Oberaargau in Huttwil erlebten 5‘000 Leute Kirche anders. Den stimmigen Schlusspunkt setzte ein Gottesdienst für alle Generationen. Die Veranstalter sammelten 25 Kubikmeter Kleider für Flüchtlinge.

«Die WOWGOD-DAYS treffen den Nerv der Zeit», so Adrian Megert, Jugendleiter in der Freikirche EGW Waltrigen. «Ich habe gestaunt, wie viele junge Menschen sich auf die grossen Fragen des Lebens eingelassen und auch ihre Schulkollegen eingeladen haben.»

«Gott liebt mich bedingungslos»
An den WOWGOD-DAYS erfuhren Jugendliche in zeitgemässen Predigten mehr über die Bedeutung des christlichen Glaubens. Dominique Hirschi (32) aus Lotzwil erzählte von seinem Kitesurf-Unfall, der ihn in den Rollstuhl brachte: «Ich war am Boden zerstört, zumal ich meinen Wert im Leben stark über Leistung definiert habe. Doch der Glaube an Gott half mir weiterzuleben. Er liebt mich bedingungslos.»

Für Jesus Christus begeistern
Die drei Abende von Donnerstag bis Samstag wurden insgesamt von 3‘760 meist jungen Menschen besucht. Den Organisator Jürg Schrammel begeisterten die Geschichten der Menschen, die eine Begegnung mit Gott hatten: «Ich habe den Eindruck, dass es uns mit den WOWGOD-DAYS gelungen ist, junge Menschen auf eine verantwortungsbewusste und einladende Weise für ein Leben mit Jesus zu begeistern.» Schrammel freute sich auch über die Zusammenarbeit der Kirchen. Im Vergleich zu den WOWGOD-DAYS 2013 in Sumiswald sei die Einheit und Liebe unter den Christen noch tiefer geworden.

Regionaler Gottesdienst
Das gute Miteinander der Gemeinden brachte der stimmige Abschlussgottesdienst für alle Generationen am Sonntagmorgen mit 1‘700 Besuchern zum Ausdruck. Der Referent Andreas «Boppi» Boppart stellte in seiner Predigt das menschliche Verlangen nach immer mehr ins Zentrum. «Wir haben schon als Kinder das Gefühl, zu kurz zu kommen. Und diese Mangelerscheinungen begleiten uns unser Leben lang.» Da sei immer so ein Loch, das ein Mensch zu stopfen versuche – mal sei es grösser und mal kleiner.

Der Interviewgast Roland Hardmeier, erfolgreicher Pastor, Dozent und Autor, arbeitete so viel, dass sein Körper plötzlich streikte. «Mir wurde der Stecker gezogen», sagte er in Huttwil. Seither seien Schwindel und Erschöpfung ständige Begleiter in seinem Leben.

«Liebe Männer, hört auf eure Frauen!»
Sehr ehrlich sprach Hardmeier davon, wie er mit Gott gehadert habe. Er sei oft nur noch ein «glaubendes Häufchen Elend» gewesen, aber Gott sei da gewesen. Den Männern im Publikum gab er abschliessend einen Rat: «Ich wünschte, ich hätte damals auf die Warnungen meiner Frau gehört, dann wäre ich heute wahrscheinlich nicht chronisch krank. Deshalb, liebe Männer, hört auf eure Frau!»

Laut OK-Präsident Matthias Stalder von der Heilsarmee Huttwil gelang es mit dem WOWGOD-Sunday, regelmässige Gottesdienstbesucher und Menschen, die wenig mit Kirche am Hut haben, gleichermassen anzusprechen. Während der Tage wurden die Besucher mit der Aktion «Do something now» ermutigt, gebrauchte Kleider mitzubringen. So konnten 416 Säcke à 60 Liter für Flüchtlinge im Kanton Bern gesammelt werden.

Website der WOWGOD-DAYS

Bericht: WOWGOD-DAYS, Bearbeitung EGW.