Staat-Landeskirchen: Ja der Synode und klare Erwartungen

Die Synode der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn hat am 27. Mai die Vorschläge des Regierungsrates zur Weiterentwicklung des Verhältnisses von Kirche und Staat im Kanton Bern erörtert und insgesamt bejaht. In ihrer Stellungnahme zu Handen des Grossen Rates stimmt die Synode der Übertragung der Dienstverhältnisse der Pfarrerinnen und Pfarrer vom Kanton Bern an die Kirchen zu – sofern ein verlässliches Finanzierungssystem garantiert wird.

Die Kantonsregierung will das Kirchengesetz total revidieren, ohne mit einem Anerkennungsgesetz den öffentlich-rechtlichen Status anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften zu öffnen. Die Synode begrüsst, dass der Regierungsrat das Verhältnis von Kirche und Staat im Rahmen der geltenden Verfassung partnerschaftlich weiterentwickeln will.

In der Debatte wurde festgestellt, der Regierungsrat berücksichtige die Leistungen der Landeskirchen zugunsten der Gesellschaft unzureichend. Der Grosse Rat wird ermahnt, den Systemwechsel nicht für eine weitere Sparübung zu missbrauchen. Die historischen Rechtsansprüche der Kirche, die sich aus der Enteignung des Kirchenguts 1804 herleiten, werden nicht abgelöst. Die Synode unterstreicht zudem die Notwendigkeit einer aktiven Religionspolitik des Staates.

Medienmitteilung der Landeskirche