Gebetsstab reist 3‘062 km durchs Land

Die Bewegung PRAY19 wurde im PraiseCamp18 unter jungen Menschen lanciert. Danach liessen sich Landes- und  Freikirchengemeinden in vielen Regionen der Schweiz anstecken. In ihrer Bilanz nehmen die Projektverantwortlichen die Zukunft in den Blick.

Noch im PraiseCamp entschieden sich Jugendlichen aus St Gallen, die erste Nonstop-Gebetswoche zu übernehmen. Ihnen wurde der hölzerne Gebetsstab übergeben – ein Symbol der Verbundenheit im Gebet. Der Gebetsstab trat damit eine Reise durch die ganze Schweiz an: Von Olten nach Davos und von dort ins Tessin. Unzählige Jugendliche machten sich im Jahr 2019 auf, die Schönheit, Tiefe und Kraft des Gebets auch im Alltag zu entdecken.

Laut der Medienmitteilung der Organisatoren gestalteten Christen aller Generationen und verschiedenster Landes- und Freikirchen für PRAY19 lokale Gebetsräume. 206 Gruppen registrierten sich online auf dem PRAY19-Gebetsplan. Jede dieser Gruppe wurde vom PRAY19-Team persönlich kontaktiert und mit hilfreichen Praxis-Tipps unterstützt.

Viele lernten neue, kreative Formen des Betens kennen oder entdeckten ganz neu die Kraft der Stille. Insgesamt wurde im Jahr 2019 an 362 Tagen während mindestens 13'032 Stunden gebetet. Über 800 Personen verfolgten das Projekt auf Social Media mit.

Verantwortet wurde das in allen Landesteilen stattfindende Projekt von sechs Organisationen (24-7CH-Prayer; Bibellesebund; VBG Schweiz; Campus für Christus; Chrischona Schweiz; Jugendallianz SEA). 15 Partnerorganisationen unterstützten das Projekt. Nie zuvor war ein Gebetsjahr so breit abgestützt. Vom EGW beteiligten sich elf Bezirke.

«Eine Stunde beten war viel zu kurz»
Wöchentlich erreichten die Koordinatoren Erlebnisberichte der betenden Gruppen. Ihre Rückmeldungen geben die Vielfalt an Erfahrungen am besten wieder:

«Viele haben erzählt, wie sie zur Ruhe kommen konnten, und problemlos für mehrere Stunden hätten bleiben können.»

«Weil es so gut angekommen ist, haben wir uns in der Gemeinde entschieden einen fixen Gebetsraum einzurichten.»

«Besonders positiv herausgestrichen wurden in den Rückmeldungen die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Kirchen, die durch die Gebetswoche entstanden sind. Und auch dass alle Generationen gemeinsam die Woche getragen haben.»

«In dieser Zeit uns als Teil einer grossen Gebetsbewegung zu wissen, das hat uns sehr angespornt.»

«Sehr gefreut haben wir uns über die Kinder, welche immer wieder den Gebetsraum besuchen wollten, andere mitnahmen und viel Zeit darin verbrachten.»
 

Gewachsene Einheit
Neben den bewegenden individuellen Erfahrungen staunen die Verantwortlichen von PRAY19 vor allem über zwei Wirkungen des Gebetsjahres: In verschiedenen Regionen entschieden sich Teilnehmende, gemeinsam mit Christen aus anderen Kirchen zu beten. Hier entstand Verständnis, bleibende Freundschaft und Vertrauen.

Aber nicht nur zwischen Kirchen wuchsen Beziehungen, sondern auch zwischen Generationen. PRAY19 blieb kein Jugendprojekt. Es wurde vielerorts von Christen verschiedenster Generationen fröhlich aufgenommen. Ein starkes Zeichen in einer Zeit, in welcher der Ton zwischen den Generationen immer rauer wird.

Die Gebetsbewegung geht weiter
PRAY19 war von Beginn weg als ein einjähriges Projekt aufgegleist. Somit wurde an der Mitgliederversammlung vom 9. Januar 2020 der Verein «PRAY19» aufgelöst. Susanna Rychiger, die Leiterin von PRAY19, dankte für die vielen grosszügigen Spenden: «Dank den Zuwendungen und einem flexiblen, den finanziellen Mitteln angepassten Betrieb konnte die Buchhaltung leicht positiv abschliessen.»

Das Ende des Vereins ist jedoch nicht das Ende der kirchenübergreifenden Gebetsbewegung. Anfangs 2020 wird das Anliegen des beständigen, gemeinsamen Gebetes zurück an 24-7CH Prayer gegeben und unter dem Namen «PRAY» weitergeführt.

Gemäss den Organisatoren wurde mit PRAY19 ein wichtiger Schritt hin zu einer flächendeckenden und gut vernetzten Gebetsbewegung in der Schweiz gemacht. Die Verantwortlichen von PRAY19 sind der Überzeugung, dass 24-7CH Prayer, gemeinsam mit Partnern, diese Bewegung weitertragen kann. 24-7CH Prayer hat ein langjähriges Know-how, ein engagiertes Team und ist gut vernetzt.

Zur Abschlussfeier nach Zürich kam auch der vielgereiste Gebetsstab. Er wurde von Yanneck Blank, dem Jugendleiter aus St Gallen persönlich zurückgebracht. Er hat mit Jugendlichen aus seiner Stadt das Gebetsjahr 2019 eröffnet und nun auch wieder beendet. Seine ermutigenden Erlebnisberichte stehen beispielhaft dafür was passieren kann, wenn Menschen sich auf eine Begegnung mit Gott einlassen.

Quelle: PRAY19