Reformation als Licht-Show am Bundeshaus

Während sechs Wochen werden die Kraftschübe, Umbrüche und Konflikte der Reformationszeit an jedem Abend mit einer aufwendigen Lightshow aufs Bundeshaus projiziert.

„Reset“ nennen die Künstler um Brigitte Roux ihre siebte Show am Palais Fédéral. Der Wandel vom 15. zum 16. Jahrhundert war enorm – jedenfalls aus Sicht der Nachfahren. Doch „kann ein Ereignis, das vor fünfhundert Jahren die Welt wie ein Erdbeben erschütterte und sie bis heute nicht in Ruhe lässt, auf die Fassade des Parlamentsgebäudes gezaubert werden?“ fragt Roux. „Kann eine Zeitenwende in 25 Minuten zusammengefasst werden, welche die bestehende Ordnung nicht nur aus religiöser Sicht, sondern auch politisch, sozial und intellektuell neu definierte?“

Ob Luther, Zwingli und Calvin, um die es in „Reset“ geht, die „Topmanager der Reformation“ sind, wie die Produzentin schreibt? Jedenfalls beeindruckt die Show mit der übersprudelnden Fülle an Bildern, Motiven und Ornamenten, mit unerwarteten Übergängen und mit variantenreichem Sakropop. Ein Erlebnis

Die Veranstalter haben das von diversen Sponsoren unterstützte Spektakel mit dem Kirchenbund zusammen erstellt. Das Reset von 500 Jahren bestand laut SEK-Ratspräsident Gottfried Locher darin, dass die Reformatoren das bestehende System „zurücksetzen“ wollten, „weil es ihrer Meinung nach nicht mehr funktionierte und die Menschen in ihrer Freiheit beschränkte. Mit der Reformation rückten der Freiheitsgedanke und damit die Persönlichkeit des Menschen ins Zentrum.“

„Reset“ ist bis am 25. November täglich um 19 Uhr und und 20.30 Uhr zu sehen, donnerstags bis samstags auch um 21.30 Uhr.
Webseite: www.rendezvousbundesplatz.ch