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Kleine Gemeinden im Fokus

Die Chancen und Mühen kleiner Gemeinden wurden an der Frühjahrs-Delegiertenversammlung des EGW am 27. April in Hasle-Rüegsau besprochen. Die Jahresrechnung 2018 ist erfreulich ausgefallen. Die Versammlung billigte sie ohne Diskussion.

12 Bezirke im EGW zählen weniger als 50 Mitglieder. Wie sie damit umgehen, erörterte das den Geschäften vorangestellte Podium. Thomas Gerber befragte Paul Riedl, Riedbach, Alois Vogel von der Freikirche Schüpfheim und Samuel Studer, Bern-Brunnmatt, nach den Perspektiven kleiner Gemeinden.

«Wir haben uns schlanker organisieren müssen», fasste Paul Riedl die Anpassung zusammen. Im Gottesdienst trage eine Person für alles die Verantwortung – dies sei für jeden, der dies tue, hoch befriedigend. Treu besuchen die Riedbacher EGWler einsame Betagte, die nie ins Vereinshaus kommen würden. Und bieten jenen Gemeinschaft, die keine Gemeinde in der Stadt aufsuchen wollen.

Bezirk Brunnmatt schliesst seine Türen
Samuel Studer schilderte, wie es nach mehrjähriger enger Zusammenarbeit mit der (überalterten) Baptistengemeinde zum Beschluss kam, den EGW-Bezirk Bern-Brunnmatt aufzulösen. «Man suchte über viele Jahre einen Aufschwung» – ohne Erfolg. Trotz guter Gemeinschaft sei es nicht gelungen, zwei schwache Gemeinden zusammenzuführen.

Damit der Glaube reift
Alois Vogel in Schüpfheim will «lieber demütiger Idealist als frustrierter Realist sein». Die Gemeinde lädt Menschen im mittleren und oberen Entlebuch zu Jesus ein und sucht ihre Leute zu einem eigenständigen, reifen Glauben zu führen. «Auch in einer kleinen Gemeinde gibt es eine gewisse Vielfalt – diese zu pflegen finden wir wichtig.»

Erfreuliche Jahresrechnung
Nach der Pause stellte der Finanzchef Martin Schenk den 99 Delegierten (Bezirksvertreter, Angestellte und Leitung) die Jahresrechnung vor. 2018 kam durch treues Geben zusammen, was das EGW brauchte: 3,7 Millionen Franken. Der Aufwand des EGW und der Bezirke, namentlich für die Angestellten, blieb gleich; vor Nebenrechnungen resultierte ein Plus von 160'000 Franken. Die Delegierten nahmen Jahresrechnung und darauf den Jahresbericht ohne Gegenstimmen an.

Zum Ende der Versammlung wurde knapp über kommende Anlässe informiert. Der Personalchef Werner Jampen hob hervor, dass mehrere kleine Bezirke Mitarbeitende für 30 bis 50 Prozent suchen. Und fragte: «Brauchen wir eine neue Sorte von Mitarbeitenden?»

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