Jahresfest: Mit dem alten Wort neu aufbrechen

Kirche lebt aus dem Wort Gottes. Das EGW liess sich am Jahresfest in Bern bewegen, mit dem alten Wort neu aufzubrechen.

Aufbrechen ist möglich auch unter hinderlichen Startbedingungen. Am EGW-Fest in Bern zeichnete Pfr. Paul Kleiner den Weg des Jerusalemer Königs Josia nach, der quer zum Mainstream dem Gott Israels den ersten Platz gab. Schritt für Schritt wurden die Hauptstadt und das Land von Götterstatuen befreit.

Die Konsequenz Josias findet sich auch im Wort Jesu, dass niemand Gott und dem Mammon dienen kann. Paul Kleiner: „Alles, was Gott konkurrenziert, woran wir unser Herz hängen, muss weg.“ Damals seien es Götzen gewesen, heute könne es das Bankkonto sein, ein Hobby, der Erfolg, ein Ferienhaus, das Mobiltelefon ...

Tempel renovieren
In einem zweiten Schritt liess König Josia in Jerusalem den Tempel ausbessern. „Auch das geistliche Haus braucht Unterhalt, immer wieder Erneuerung“, sagte Kleiner. Er rief dazu auf, dem eigenen Körper Sorge zu tragen (genug Schlaf!), Mitmenschen als Ebenbilder Gottes zu sehen und sich von der Bibel neu bewegen zu lassen.

Josia vernahm im Gesetz Gerichtsworte und zerriss seine Kleider. Gottes Gericht kulminiert im Neuen Testament; dieses bezeugt, wie radikal er gegen das Böse vorgeht. Paul Kleiner betonte, dass jede Generation mit dem alten Wort neu aufbrechen kann, indem sie Götzen wegräumt, dranbleibt und den Aufbruch feiert.

Am EGW-Jahresfest geschah dies mit der Feier des Abendmahls, mit Stille und lautem Lobpreis. Über Mittag genossen die 750 Besucher Köstlichkeiten, die Teams aus den Bezirken anboten. Am Nachmittag präsentierte Peter Wild alias Theo Riemann sein „Brot zum Sonntag“.

Stellwertstörung vermeiden
Am Jugendabend des Jahresfestes machte Sacha Ernst Mut zu einem Leben ohne Stellwertstörungen. Er rief dazu auf, Gott beim Wort zu nehmen und auf seine Verheissungen in der Bibel zu vertrauen.

Ernst erzählte von seinem 24h-Experiment, einen ganzen Tag nach dem Vers in 1. Thessalonicher 5,16-18 zu leben: «Freut euch, was auch immer geschieht! Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen! Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat.»

Nachdem er Gottes Führung erlebt hatte, machte es Ernst zum Ziel jeden Tages, sich nach dem Wort Gottes zu richten und sich so unter seinen Segen zu stellen. Dass wir Gottes Segen bekommen, um ihn anderen weiter zu geben, illustrierte Sacha mit spannenden Erfahrungen beim Hilfswerk AVC (Aktion für verfolgte Christen). Er machte klar: Wenn wir Jesus als Nummer 1 in unserem Leben wollen und unseren Geist aus der Bibel nähren, kann unser Leben ohne Stellwerk- und Stellwertstörungen gelingen.

Mehr vom Jahresfest im Magazin «wort+wärch», Oktober 2017

Aufzeichnung vom Jahresfest-Gottesdienst