«Sängerin war schon früh mein Traum»

Isabelle Stettler bewegt und begeistert mit ihrer Stimme. Das nächste Mal am Samstag, 2. April, in Worblaufen. Martin Jufer, der sie am Piano begleitet, hat sie nach ihrer Motivation gefragt.

EGW: Erinnerst du dich an den Tag, wo es für dich (plötzlich?) klar war, dass du Sängerin werden wirst?
Isabelle Stettler:
Schon als kleines Mädchen war ich ganz tief berührt von guter Musik – vor allem von schönen Stimmen. Sängerin zu werden war daher schon früh mein Traum, wenn auch ein ferner. Gesang zu studieren war irgendwie ausserhalb meines Vorstellungsvermögens, das hätte ich mir erst mal gar nicht zugetraut. Doch glücklicherweise steuerte alles darauf zu.

Welche Bedeutung hat der Glaube an Jesus Christus für dich als Person und als Sängerin?
Jesus Christus ist mein zentraler Punkt im Leben. Er ist mein Ansporn, mein Ratgeber, mein Ruhepol und vieles mehr. Ich habe irgendwann realisiert, in wie vielen Dingen er mich schon getragen, begleitet und geführt hat, bevor ich ihn überhaupt wirklich kannte.
In meinem Beruf als Sängerin möchte ich gerne etwas an das Publikum weitergeben. Durch die Musik kann auf so eine schöne Weise ein Herz geöffnet und berührt werden. Für mich sind solche Momente himmlisch.

Welche gesanglichen und musikalischen Vorbilder haben dich geprägt?
Früher vor allem Whitney Houston und Lara Fabian mit ihren ausdrucksvollen Stimmen. Während des Studiums prägten mich Joyce DiDonato, Elina Garanca und Diana Damrau. Heute ist Leona Lewis für mich persönlich ein gesangliches Vorbild – auch weil ich ihre natürliche und herzliche Art toll finde.

Welche Musik und welcher Song berührt dich besonders?
«Oceans» von Hillsong. Allgemein berührt mich Worship am meisten, weil diese Musik ganz direkt mit der Anbetung gekoppelt ist. Im klassischen Bereich wirke ich am liebsten in Oratorien mit. Die Kraft in der Musik, die im Zusammenspiel von Chor, Orchester und Solisten auf das Publikum überspringt, ist einfach schön.

Wo würdest du dich beruflich investieren, wenn du etwas anderes als die Musik wählen müsstest?
Ich könnte mir gut vorstellen, in einer Kirche zu arbeiten, beispielsweise in der Jugendarbeit. Auf jeden Fall müsste es ein Beruf sein, der etwas Kreativität erfordert und initiativ ist. Auch als Lehrerin in einer Grundschule würde ich ganz gerne arbeiten. Aber ich arbeite ja auch als Gesangslehrerin und schätze dabei sehr, dass ich im Einzelunterricht individuell auf jeden Schüler eingehen kann.

Welche Vision gibt dir Kraft und Geduld auf dem langen Ausbildungsweg zur Sängerin?
Musik bedeutet für mich, etwas Kostbares an Menschen weiterzugeben. Ich wünsche mir, dass ich viele Konzerte geben kann, von denen das Publikum berührt, motiviert, aufgerüttelt und inspiriert fürs Leben nach Hause geht.

Website von Isabelle Stettler