Zukunft für die Alp Cavel

In ihrem 15. Surselva-Einsatz haben EGWler im Juli die Wasserversorgung der Alp im Lugnez erneuert. Und ein Kreuz aufgerichtet.

Eine Woche lang arbeiteten 17 Männer und Frauen, hauptsächlich aus EGW-Gemeinden im  Emmental, um die Infrastruktur auf der Alp Cavel zu verbessern. Um die Alp überlebensfähig zu machen, ist eine neue, sichere Wasserversorgung erforderlich. Darum wurde letztes Jahr eine neue Quelle gefasst. Sie liefert jede Minute 200 Liter reines Bergwasser. Ein 1.5 Kilometer langer Zufahrtsweg wurde gebaut, um Wasserleitungen bis ins bestehende Reservoir einzugraben.

Dieses Jahr wurden die restlichen 500 Meter Leitung – hauptsächlich Zuleitungen für Weidebrunnen – eingegraben. Auch der Deckel des Reservoirs wurde saniert, die Alpzufahrt mit einer neuen Schicht Kies versehen und darin Wasserabläufe eingegraben.

Um die Alp auch ökologisch und touristisch aufzuwerten, haben wir ein Stück Trockenmauer, die früher dazu diente, eine Heuwiese vor den Tieren zu schützen, renoviert, bzw. ganz neu aufgebaut. Sie fügt sich nicht nur gut in die Alplandschaft ein, sondern wird auch zahlreichen Kleintieren und Reptilien eine Heimat werden.

Erster Einsatz nach Hochwasser
Dies war der fünfzehnte Einsatz der EGW-Gruppe. Alles hatte 2002 begonnen, als ein Hochwasser Teile des Dorfes Rueun in der Surselva zerstörte. Die Gruppe stellte sich damals für Aufräumarbeiten zur Verfügung. In den folgenden Jahren wurde die Alp der Gemeinde Rueun saniert.

Letztes Jahr wurde dann mit der Sanierung der Alp Cavel im Lugnez begonnen. Der jährliche Arbeitseinsatz ist der Höhepunkt für die EGWler; viele von ihnen beten das ganze Jahr für das Bündner Oberland.

Als Abschluss der Woche Fronarbeit auf Cavel wurde im Einverständnis aller Verantwortlichen die Alp unter den Schutz von Christus gestellt. Symbolisch dafür wurde ein aus lokal gewachsenem Holz gezimmertes Kreuz aufgerichtet. Möge unser Herr die Alp und ihre temporären Bewohner – Menschen und Tiere – segnen und bewahren.

Ernst Haab