• Auf Kurs: Tilli und Bert

Der kleine Cousin des Gottvertrauens

Der EGW-Frauentag 2016 stand unter dem Motto „Humor und Heiterkeit“. Patrizia Stefanov berichtet:

Aus allen Richtungen sind wiederum etwa 300 Frauen nach Bern gekommen, um den Tag zu geniessen. Die Dekoration mit Luftballons, Tüchern und Witzekärtli – Ton in Ton – und eine Vielfalt an Kerzen und Tulpen schaffen eine festliche Atmosphäre. Die frohe Stimmung ist bereits bei Kaffee und Zopf zu spüren. Heiter wird ausgetauscht und fast ist es schwierig, Ruhe in den Saal zu bringen!

Die Clowns Tilli und Bert (Rita Minder und Beatrix Böni) bringen uns zum Lachen. Eine Lachwelle um die andere wogt durch den Saal, als würde eine Heiterkeitsbrise wehen! Dazwischen Worte zum Nachdenken, zum Mitnehmen in den Alltag.

„Ich erlaube mir ein humorvoller Mensch zu sein...“

In Beatrix Bönis ersten Vortrag sprudeln Gedanken und Pointen nur so und ihre Mimik unterstreicht das Gesagte. Interessantes und Lustiges reiht sie aneinander, so dass unsere grauen Zellen ganz schön ins Schwitzen kommen. Auch die Lachmuskeln haben viel zu tun!

Böni bringt anschauliche Beispiele wie die Geschichte vom Mokkatässchen, das beim Umzug zu Bruch geht. Es ist mein Entscheid, ob ich mich jetzt darüber ärgere oder ob ich es mit Humor nehme, nach dem Motto „Ich habe ja noch die anderen Tassen – und jetzt halt nicht mehr alle Tassen im Schrank!“

Humor relativiert, Humor verachtet nicht. Humor tröstet einen über das, was er/sie wirklich ist. Nur wer über den Dingen steht, kann darüber lachen! Humor ist der kleine Cousin des Gottvertrauens. Humor ist nicht alles, aber etwas. Gott schafft neue Möglichkeiten, Gott steht über den Scherben des Mokkatässchens.

In der Welt leuchten

All diese wertvolle Gedanken können in der Mittagspause noch nachwirken, bevor Tilli und Bert uns wieder zum Lachen bringen – und zwar so, dass die Verdauungsmüdigkeit grad verflogen ist … Im zweiten Vortrag zeigt Beatrix Böni auf, wie wir als erlöste Menschen Fröhlichkeit nähren können. Die Referentin entlarvt unsere „Antreiber“ im Alltag, nennt vier Lustkiller: Sei perfekt – mach immer schnell – streng dich an – mach es allen recht! Dann sind noch die Ängstli, die wir im Verlauf des Tages sammeln und die uns nachts den Schlaf rauben...: ganz schön viel, um den Humor vergehen zu lassen.

Beatrix Böni ermutigt uns, diesen Freudenkillern den Kampf anzusagen, zu filtern – „Was nehme ich mit?“ – und uns dann für Heiterkeit zu entscheiden. Heiterkeit ist wesentlich, sie hat einen Einfluss auf unseren Körper, auf unsere Gedanken, unsere Beziehungen und unsere Träume.

Musikalisch wird der Tag mit Musik von Familie Bleuer umrahmt, mal fröhlich und lüpfig, mal ruhig und besinnlich. Als Andenken/Bhaltis bekommt jede Frau eine rote Clown-Nase. Sie motiviert mich im Alltag, Fröhlichkeit und Humor zu praktizieren. Sie sind eine Medizin Gottes. Ich entscheide mich heute dafür!