• Hören auf Gott, der redet
    Jürg Meister, Matthias Bürki und Evelyne Schären
  • Dem Himmel näher
    Abendversammlung auf dem Eigen

Die sanfte Stimme Gottes

Gott redet. Wird er gehört? Verlassen wir die Komfortzone, um seine Stimme zu vernehmen und zu tun, was er sagt?

Evelyne Schären sprach an der Eigen-Konferenz über das leise Reden Gottes. „Manchmal habe ich Gottes Reden verpasst, weil ich über den Verstand urteilte“, bemerkte die Familienfrau und Seelsorgerin aus dem Gwatt. „Aufnehmendes Organ für Gottes Reden ist nicht der Verstand, sondern das gehorsame Herz“ (Arthur Richter).

Sie habe – gegen einen gefühlten Vorbehalt – Ende Mai Geranien gekauft, erzählte Schären. Tage später zog ein Hagelwetter durch und schlug sie zusammen. „Man kann das Reden Gottes nach den Bibelworten entweder beachten oder aber nicht beachten und sie zurückweisen… Es braucht die Bereitschaft, sich stören und unterbrechen zu lassen!“

Feine Impulse
Wer sich nach Gottes Reden sehnt, soll die feinen Impulse beachten. Die Apostelgeschichte berichtet, wie der Heilige Geist die ersten Christen leitete. Die Gemeinde in Antiochia liess ihre besten Leute ziehen. Später wurde Paulus gehindert, eine Gegend zu besuchen. „Die sanfte Stimme Gottes zu vernehmen ist herausfordernd, aber auch heilsam.“

Der Prophet Elia suchte in seiner depressiven Erschöpfung Gott neu zu vernehmen und ging zum Berg Horeb. „In den Stürmen ist es manchmal einfach still“, bemerkte Schären. Elia war bereit – doch im Sturm war Gott nicht. Nachher konnte der Prophet, aus seiner Höhle getreten, ihn vernehmen. „Lass dir den Weg aus der Höhle, aus deiner Wüste heraus zeigen. Die sanfte Stimme Gottes holt heraus aus Wüsten und Höhlen und ermächtigt dich zum neuen Handeln.“

„Auf eine Weise redet Gott und auf eine zweite; nur beachtet man’s nicht“, bekam der geplagte Hiob von einem Besucher zu hören (33,14). Evelyne Schären machte Mut, genau hinzuhören: „Die sanfte Stimme Gottes ist durch Jesus, den guten Hirten, ganz nahe zu uns gekommen.“

Liebe, Hören, Handeln
Aus der Liebe zu Gott kommt das Hören und Verstehen. Der aus Brienz stammende Matthias Bürki, seit 16 Jahren Missionar in Yokohama, fragte: Wo müssen wir unser Herz ganz neu an Jesus verschenken? Allzeit bereit zu sein, von der Hoffnung auf Christus zu reden, ist eine Herzensangelegenheit.

Dazu gehört, „Nein zu sagen und gegen den Strom zu schwimmen, um auch in schwierigen Zeiten zu tun, was Gott uns zeigt“. Christen stehen vor der Frage, ob sie die Komfortzone zu verlassen haben.

Konservative Leute sind nach Bürkis Einschätzung vielleicht besonders in Gefahr, sich dahin zurückzuziehen, „wo es uns wohl, wo es heimelig ist“, dahin, wo man sich an Altbewährtes hält. Doch Christsein ist keine Privatsache – die Leute sollen merken, „dass Gott in der Welt ein Feuer angezündet hat“.

„Gott nimmt uns an der Hand“
Jürg Meister, der aus der Eigen-Bauernfamilie stammt, schilderte, wie Menschen an der Hand des Meisters reifen. „Gott nimmt eine Generation an die Hand, lässt sie ihn erkennen, seine Treue. Eine Gemeinschaft entsteht und die nächste Generation kann in einem reichen, bewährten Umfeld aufwachsen.“

Seine Familie und Umgebung habe ihm geholfen, den Weg zu finden und sich an Jesus zu binden. „Gott wirkt durch so viele andere Menschen an unserem Leben“, sagte Meister, der heute in Bern für „Jugend mit einer Mission“ arbeitet.

„Er nimmt uns an der Hand und nimmt uns mit zu anderen, dass auch sie es erleben können.“ Er riet den Anwesenden, in Gottes Gegenwart zu verweilen. „Dein Leben wird geprägt von der Gegenwart, wird erfüllt und überfliessen wie ein Glas unter dem Wasserhahn.“

Die sanfte Stimme Gottes - An der Hand des Meisters:   
Die Vorträge von Evelyne Schären und Jürg Meister nachhören   

Allzeit bereit!   
Den Vortrag von Matthias Bürki nachhören